Social Media Strategie für Unternehmen - in 8 Schritten erklärt

Aktualisiert: Apr 20

Eine Social Media Strategie klingt erstmals logisch. Viele Unternehmen sind sich auch bewusst, dass es notwendig ist mit Plan an die Sache ranzugehen. Man steigt ja schließlich auch nicht in sein Auto ein, fährt los, und überlegt nach einigen Stunden wo man hin muss. Was beinhaltet eine Strategie für Social Media Kanäle und wie bringe ich sie von der Planung bis zur Umsetzung? Dieser Frage widmen wir uns im folgenden Artikel und erklären in 8 einfachen Schritten den perfekten Fahrplan für kleine und große Unternehmen.



Kurz erklärt: die Social Media Strategie

Eine Facebook-Seite ist schnell erstellt, ebenso ein Account auf Instagram. Alle paar Tage oder Wochen mal einen Link teilen, ein Bild spontan posten - der Erfolg wird ausbleiben, die Motivation verschwinden. Soziale Netzwerke können sich sehr positiv auf das Wachstum und die Ziele von Firmen auswirken. Sie sind ein wichtiges Sprachrohr zum Kunden, ermöglichen aktive Kommunikation in beide Richtungen und unterstützen den Markenaufbau nachhaltig. Die Strategie umfasst daher die Ist-Situation des Unternehmens, bisherige Aktivitäten auf Social Media, eine Definition der genauen Zielgruppe und die geeigneten Plattformen für die Verbreitung von Inhalten aller Art. Um auf Spur zu bleiben wird laufend optimiert und analysiert.

Schritt 1: die Ist-Situation erheben

Die Entscheidung ist gefallen. Was nun? Um zu starten ist es wichtig zunächst zurück zu blicken. Die folgenden Ansätze können die Bewertung unterstützen:

  • Welche sozialen Netzwerke gibt es bereits?

  • Wer kann im Unternehmen zur Erreichung der Ziele beitragen?

  • Funktioniert intern das Zusammenspiel aus Vertrieb und Marketing?

  • Habe ich genügend Ressourcen oder brauche ich externe Dienstleister?

  • Sind regelmäßig guter Content (Fotos, Videos, Texte) verfügbar, und wer ist dafür verantwortlich?

  • Was macht mein Mitbewerb in diesem Bereich? Was funktioniert gut und was schlecht?

  • Steht für die geplanten Maßnahmen ausreichend Budget zur Verfügung?

Als Teil der Unternehmensstrategie sollten diese Punkte ehrlich und konsequent erarbeitet werden. Idealerweise mit Einbindung von Entscheidungsträgern und der Geschäftsführung. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Projekt nicht nach wenigen Wochen begraben wird, sondern als fester Bestandteil zum Erfolg und Wachstum beitragen kann und den notwendigen Stellenwert besitzt. Ressourcen und Budget müssen fest eingeplant sein. Die digitale Reise erfordert auch ein hohes Maß an Wissen und stetiger Bereitschaft zur Weiterbildung. Beinahe täglich werden neue Funktionen in sozialen Netzwerken angekündigt und umgesetzt. Trends kommen und gehen. Nichts, das ein ohnehin schon ausgelasteter Mitarbeiter mal schnell so nebenbei erledigen kann.


Schritt 2: die richtigen Ziele definieren


Die Ziele können ganz unterschiedlich definiert sein. Mehr Reichweite, Markenbekanntheit, Verkäufe im Online-Shop steigern, mehr Geschäftsbesuche, Anmeldungen für Events sammeln, neue Mitarbeiter finden, die Supportkosten minimieren, den Kunden eine einfache Anlaufstelle bieten. Die Liste lässt sich ewig fortsetzen.


Für den Start sollte pro Plattform 1 Hauptziel definiert werden um den Fokus nicht zu verlieren. Als Beispiel: ich möchte Facebook nutzen um Kundenfragen zu beantworten und Supportanfragen zu minimieren. Es sollen Inhalte geteilt werden, die den Umgang mit Produkten erleichtern, Funktionen erklären und dem Kunden Ansprechpartner für wichtige Themen zu geben. Ebenso kann ich oft gestellte Fragen als Beiträge verfassen um viele ähnliche Anrufe zu verhindern. Ich entlaste damit nicht nur den Support, sondern sorge auch für eine gesteigerte Kundenzufriedenheit. Ein schöner Nebeneffekt können positive Bewertungen im Internet sein. Jedenfalls muss das Ziel genau ausformuliert werden, um auch bewerten zu können ob es erreicht wurde. Es muss also spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und zeitlich festgelegt sein - kurz SMART.



Schritt 3: wer ist meine Zielgruppe und wie erreiche ich sie?


Oft hört man im Marketing den Begriff Buyer Persona, es beschreibt den Prototypen unseres Idealkunden. Dabei werden folgende Merkmale berücksichtigt:


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